Junge Talente beim DHC-Cup

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Unser Herbst-Trainingslager (vom 3. bis 5. 9.) in Mengen war geprägt von sehr guter Stimmung bei bestem Spätsommerwetter. Nach einigen intensiven Trainingseinheiten am Freitag und am frühen Samstagvormittag sowie einem Briefing für Crews und Schiedsrichter, startete der DHC-Cup mit Einsteiger-freundlichem Regelwerk und zwei Disziplinen, geflogen in jeweils zwei Durchgängen, wobei der bessere Durchgang bewertet wurde. Beim Fender Rigging konnten maximal 180 Punkte inklusive Zeitgutschrift (Beendigung innerhalb der vorgegebenen Zeit) erreicht werden, wobei die Crew selbst über die Seillänge für den Fender entschied. Maximal gab es 45 Punkte pro Tonne (für das Acht-Meter-Seil). Fürs Einlochen des Kegels im Doghouse gab es 20 Punkte. Beim Slalom wurde jedes exakt durchflogene Tor mit 15 Punkten bewertet, die optimale Eimerablage auf dem Target mit 25 Punkten, der Wasserstand nochmals mit fünf Punkten. Als Zeitgutschrift gab es dann nochmals maximal 15 Punkte, so dass hierbei 135 Punkte erreicht werden konnten. Sechs Crews aus Deutschland und aus der Schweiz traten an. Dabei erwiesen sich die jüngsten Teilnehmer als ausgesprochen talentiert. Noah Pfeifer und Dominik Winter! Diese Namen sollte man sich vielleicht merken, wenn man im Helikopterflugsport künftig auf der Höhe sein möchte. Die beiden Youngster (der Pilot ist gerade mal 21, der Co noch 17!) haben bei ihrem ersten Wettbewerb auf einer Cabri G2 ohne große Vorbereitung 210 Punkte erreicht. Ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann, denn letztlich benötigte die Nachwuchscrew nur etwas mehr Flugzeit bei den einzelnen Durchgängen; die Aufgaben selbst absolvierte sie bravourös. Die Favoriten Ruedi Boser und Copilot Stefan Meier erflogen sich auf einer R44 den ersten Platz mit optimalen 315 von möglichen 315 Punkten, gefolgt von Werner Büchi und Stefan Meier, der in Ermangelung eines geeigneten Copiloten seines schweizerischen Landsmanns diesem kameradschaftlich auf dem Copilotensitz „zur Seite saß“. Mit 300 Punkten trennten die Schweizer nur zehn Punkte vom drittplatzierten Team Dr. Fritz Renner und Sohn Jens (auf H-300). Den vierten Platz belegten Hartmut Hopf und Michael Rautenberg (215 Punkte/R44). Platz sechs ging an „Neuling“ Ralph Wyss, der seinerseits an Bord einer R44 von Werner Büchi als Co unterstützt wurde (150 Punkte). Viel wichtiger als die Platzierungen war für uns die Erkenntnis, dass in dem jungen Team Pfeifer/Winter Potenzial steckt. Der DHC wird künftig junge Teams wie dieses fördern und unterstützen. Deutsche Helikoptercrews sollen bei internationalen Wettbewerben wieder bessere Chancen auf vordere Plätze bekommen. Aus diesem Grund war auch der DHC-Cup als Einstiegsevent ausgeschrieben worden und es stand bereits vor den Durchgängen fest, dass keine Crew mit null oder gar Minuspunkten heimfliegen musste.
Dass unsere sportlichen Helikopter-Events an die klassische Luftrettung angelehnt sind, stand auch beim DHC-Cup immer im Mittelpunkt. Und wie nahe die geflogenen Aufgaben an der Realität sind, belegt die jüngste Flutkatastrophe in NRW und Rheinland Pfalz ja anschaulich.