Helireise 2018: Paris und die bretonische Küste

In den Nordwesten des europäischen Festlands verschlug es jüngst unseren Vereinsvorsitzenden. Gemeinsam mit neun Mitstreitern, verteilt auf eine AS 350, eine R66 und eine R44, flog Martin Eigner Mitte August über Paris in die Bretagne.

Geplant war dieser dreitägige Ausflug schon vor zwei Jahren, musste aber damals wegen schlechten Wetters abgesagt werden. Nun aber waren die fliegerischen Voraussetzungen brillant. Und wer schon mal eine Frankreichtour mit dem Helikopter erlebt hat, kann sicher nachvollziehen, was das Highlight des ersten Tages war?

Richtig: der als fliegerisch ausgesprochen anspruchsvoll geltende Heliport Issy les Moulineaux (LFPK). Das ist ein 350-Meter-Landefeld (Gras) in der französischen Metropole, unweit des Eiffelturms, nur knapp sieben Kilometer vom Stadtzentrum entfernt.

Der An- und Abflug auf den seit den 1950er Jahren betriebenen Heliport erfolgt aus Sicherheitsgründen über die Seine. Rechts und links erstrecken sich Beschränkungsgebiete und Meldungen haben über sieben Pflichtmeldepunkten zu erfolgen. Dass dabei exakt die Höhe gehalten werden muss, muss wohl nicht besonders erwähnt werden? Da ist volle Konzentration gefragt. Das haben Martin Eigner und seine Mitflieger gut gemeistert, ehe sie am folgenden Vormittag auf einer speziellen Helikopterroute Nordwestkurs einschlugen.

Über Caen (LFPK) und die Normandie flogen die drei Helikopter an die bretonische Küste. Unterwegs wechselten schroffe Küstenabschnitte mit breiten Sandstränden. Der Höhepunkt des zweiten Tages war die Umrundung von Mont St. Michel. Die anschließende Landung erfolgte in St. Malo, wo nach ausgiebigen Spaziergängen in der schönen Landschaft die frischen Meeresfrüchte beim Abendessen besonders gut mundeten. Sehr zum Leidwesen aller Mitflieger, die gern länger geblieben wären, stand am Sonntag der Heimflug nach Baden-Baden an. Mit Kurs 90 Grad flog die Formation bei strahlender Sonne wieder mitten über Paris. Einhelliges Urteil aller Beteiligten: Die nächste Helireise kommt bestimmt. 

Text: Martin Eigner