Bilder von unserem Team aus Drakino.

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Das erste Briefing

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Vorbereitung der Hubschrauber und der Tower @Drakino Airfiled (green Truck)

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Die Bilder wurden uns von Frau Dr. Bettina Schleidt zur Verfügung gestellt.

Am zweiten Übungstag, 21.8.12 treffen sich alle Mannschaften zum Briefing im mittlerweile aufgebauten und bestuhlten großen Veranstaltungszelt. Sergei Kamarov, der Flight Coordinator des Flugplatzes Drakino gibt noch Anweisungen zur Änderung der Ab- und Einflugrouten zu den Parkpositionen. Gestern scheint es tatsächlich vorgekommen zu sein, dass sich auf dem Weg zu den Abstellflächen zwei Maschinen etwas nahe gekommen sind. Der Wind wird zukünftig nicht mehr in Meter pro Sekunde, wie in Russland üblich, sondern in Knoten angegeben. Das führt zu großer Erleichterung bei vielen Crews.

Ähnlich dem gestrigen Plan sind die Crews wieder für Trainingsslots eingeteilt. Es ist ziemlich kalt und windig. Die mitgebrachten wenigen warmen Kleidungsstücke kommen zum Einsatz. Man sieht sogar die ein oder andere Wollmütze. Wir wundern uns über das Augustwetter in kontinentalem Klima.

Die Schiedsrichter haben ihre erste große offizielle Besprechung.

Die Organisatoren vor Ort ermöglichen es noch eine Sightseeing Tour durch die Stadt zu machen. Das wird rege genutzt, endlich könne auch Rubel eingetauscht werden.

Die Crews nutzen die letzte Gelegenheit, Fender Rigging, Slalom, Navigationsflug zu üben. Fender Rigging findet heute ohne fremde Hilfestellung - wie gestern berichtet - statt. Ein paarmal kam die Sonne durch, das heißt aber nicht, dass die Wollmützen nicht mehr gebraucht wurden.

Sophie Iberler und Axel Wingerath
Das Frühstück konnte am 20.8. um 0830 starten und entsprechend des erreichten mentalen Vorbereitungsgrad vom Vorabend sahen die Besatzungen und Schiedsrichter nun aus. Mit den mitteleuropäischen Kaffeegewohnheiten mussten die sehr netten Damen des Service noch umgehen lernen, denn der erste Kaffee war erst gegen 09°° Uhr fertig. Südländisch anmutend gab es Gemüse, europäische Kost bediente man in englischer Weise mit gebratener Wurst, Rührei und Speck, russisch war das süße Gebäck.

Das erste große Briefing startete um 0945 Uhr mit Irina Grushina, der Hauptorganisatorin der Heli WM. Wir wurden alle herzlich begrüßt. Danach ging es um die Klärung der Details für den Flugbetrieb und alles Organisatorische für die Übungstage. Callsigns (Heli 1 - 51) für die Zeit in Drakino wurden ausgegeben. Jet A1 –Treibstoff kostet 90 €-cent, während Avgas 3 € teuer ist.  Jede Crew wird innerhalb eines Slots je ca. 1,5 Stunden vormittags und nachmittags trainieren können.  Sergei Kamarov ist für den Funkverkehr im Tower zuständig. Er spricht ein perfektes Englisch und hat die vielen Flugbewegungen gut im Griff. Die Piloten mit gecharterten russischen Maschinen mussten erst einmal einen Checkflug absolvieren, um innerhalb des Landes im Wettbewerb fliegen zu dürfen. Noch bevor es zu den Flügen ging, bekam jeder schon mal seine zeitlich bis zum 31. August befristete Lizenz.

Der einzige Geldautomat ist defekt und akzeptiert keine EC, sondern nur Kreditkarten. Manche hatten entgegen den Empfehlungen doch in Deutschland Rubel eingetauscht.  Der Charterpreis für einen russischen Hubi beträgt 500 €.
Also wie an Geld kommen? Olga war flexibel und bot an, jedem gegen Bargeld und Kreditkarte Rubel zu geben.

Neben wichtigen Infos zu dem umliegenden Gelände bezüglich der Navigation wurde berichtet, dass ein Kollege einen Fön-Failure/on fire bei der Morgentoilette hatte. Glücklicherweise kündige dieser sich durch entsprechende Drehmomentänderung und der damit verbundenen Präzession an, so dass er schlimmeres verhindern konnte, da er ihn rechtzeitig seicht ablegen konnte. Die FFA (Federal Fön Association) ermittelt.

Nun konnten sich die Crews entsprechend der ausgegebenen Slots in den verschiedenen Disziplinen noch einmal unter lokalen Gegebenheiten vorbereiten. Die eine oder andere Maschine wurde durch kräftige Regenschauer zu einer kurzen Pause gezwungen, auch die Windverhältnisse waren herausfordernd wechselhaft.

Unsere Damencrew (Martina und Uta) bekam von einem zur Stelle stehenden Russen tatkräftige Hilfe beim Fender-Rigging. Sobald ihr Fender in seine Reichweite gelangte, schnappte er sich den Fender und drückte ihn in das Fass hinein. Damit der Hubi seine Höhe nicht aufgeben musste wurde das Seil losgelassen. Die Gedanken, die der Crew in dem Moment durch den Kopf gingen, können hier aus Gründen des guten Verhältnisses zu unseren Gastgebern nicht wieder gegeben werden.

Um 18:30 war der erste Trainingstag zu Ende und die deutsche Mannschaft traf sich zum Briefing unter der Leitung von Hubert. Fliegerische und organisatorische Details wurden durchgesprochen, wie zum Beispiel der Dresscode für die einzelnen Tage und Veranstaltungen. Die fliegerischen Besatzungen trafen sich zusätzlich noch nach dem Abendessen um die bevorstehende Navigationsaufgabe an Hand der ungewohnten 1:200.000er Karte durchzusprechen. Einige Vermutungen für die Suchbox wurden diskutiert und die Wahrscheinlichkeit ihrer Lokalisation ausgelotet.

Es ist spürbar, dass der Wettbewerb näher rückt. Waren die Tage vorher die Nationalitäten an den Abenden noch bunt gemischt und ganz locker unterwegs, sieht man nun die meisten Teams fast "sortenrein" nach Farbe der WM Kleidung separat sitzen. Wir sind stolz auf unsere Mannschaft - die Mitglieder mischen sich nach wie vor locker mit allen möglichen Teilnehmern der 11 Nationen.

Sophie Iberler und Axel Wingerath

Fünf deutsche Teams und zwei internationale (deutsch/schweizerisch, deutsch/österreichisch) reisen zur Hubschrauberweltmeisterschaft in Russland mit Linienflugzeugen an. Sie chartern vor Ort Hubschrauber für den Wettbewerb.

Abflug in HH sollte 08°° Uhr mit einer Dash-8 nach Düsseldorf sein. Die Departure-Info für den Flug nach Düsseldorf, Terminal 1, C-11. Dort gesucht fanden wir raus, dass Air Berlin im Terminal 2 einchecken lässt. Im Terminal 2 nutzten wir den Self-check in. Mein Kollege musste nach ein paar Klicks auf den Touchscreen einen konventionellen Check in Schalter aufsuchen. Als ich schließlich meinen Ausweis häufig genug durch das Lesegerät gezogen hatte, stand auch auf meinem Bildschirm, ich solle zum Schalter gehen. Dort erneutes Einlesen des Ausweises und die lapidare Mitteilung: „der Check in ist closed bitte gehen sie zum Sonderschalter zum Umbuchen“. Ein Blick zu meinem Kollegen verriet mir, dass er noch mitgekommen ist. Also musste während meines Self checkin’s die Zeit überschritten worden sein.

Hilfsbereit telefonierte  die Dame von Air Berlin, sendete mich zum First-Class Schalter, von wo aus erneut mit ernster Miene gehandelt wurde. Ich durfte doch noch mit. Am Gate C11 angekommen, saßen wir dann noch knappe 10 Minuten bis der Bus kam. Die netten Stewardessen entschädigten uns für den kleinen Schreck am Morgen.

In Düsseldorf hatten wir noch eine knappe Stunde Zeit bis zum Weiterflug, die wir uns mit einem Gang zu McDonalds vertrieben. Bei den Kosten von 3,15 € für einen ½ Liter Wasser innerhalb der Umsteigezone konnten wir auf Kosten eines erneuten Sicherheitscheck die Zone verlassen und im Keller bei MCD bedeutend billiger trinken und essen.

Im Flieger nach Domodedovo (DME), einer der Moskauer Flughäfen trafen wir bereits einen weiteren Mitstreiter zu dem wir uns gesellten.
Die Maschine war recht voll, da sich Freizeitgruppen unter anderen aus UFA an Bord befanden. 

Ankunft in Moskau Domodedovo sollte 1336 (1536 lcl) sein. Gegen vier erreichten wir den Zoll und benötigten nur etwa eine halbe Stunde dafür.  Einer musste seinen Koffer öffnen, was sich als eine Routinekontrolle erwies. Die anderen deutschen Teammitglieder und Schweizer treffen ein, schön zu erkennen an unserer WHC-Kleidung für Drakino: rotes Poloshirt mit dem Teamabzeichen auf der linken Brustseite.

Erwartet wurden wir von Irinas Sohn, der uns „deutschsprachigen“ mit einem Bus abholte. Auf der Strecke interessierte der abwechslungsreiche Baustil. Mal waren es Plattenbauten, die seit der Erstellung keine Farbe mehr gesehen hatten, mal architektonisch moderne Glasgebäude in unregelmäßigen geometrischen Formen. Die Natur erinnerte mich an die Mecklenburger Seenplatte: Kiefern, sandig trockener Boden, halb verbranntes Gras. Dazwischen immer wieder Datschas in schöner Umgebung. Wie in Deutschland bei den ländlichen Wettbewerben, wer die schönste Stadt hat, konnte man auf den Verkehrsinseln an den Ortseingängen bunt gestaltete Blumenbeete bewundern, also eigentlich wie bei uns. Bei der Wartung und Pflege der älteren Gebäude besteht hier allerdings nur eine deutlich andere Auffassung als bei uns; man investiert lieber in neue Gebäude.

Nach ca. 1:45 h dort angekommen, begann das großen „Hallo“ der sich wiedertreffenden interna-tionalen Crews. Viele „alte“ Gesichter, mit immer mal wieder neu dazu gestoßenen Teammitglie-dern überschütteten sich mit herzlichen und freundlichen Aussagen. Nach dem Essen, traf man sich beim Glas Wein oder Bier in einem heimelig gestalteten Garten mit Terrasse und  einigen runden Lauben.  Diejenigen, die die Strapazen auf sich genommen hatten und ihre Hubschrauber mitbrachten, saßen etwas ruhiger, mit Gesichtern die noch die konzentrative Anspannung zeigten, die über die vielen Stunden des Fluges nötig war.

Die am Ankunftsabend gestarteten Wettkampfvorbereitungen unterschieden sich je nach Vorbil-dung und Ehrgeiz erheblich: einige sprachen die anzuwendenden Verfahren für den Wettbewerb in ihren Zimmern, die anderen in der Bar erneut durch, um die geeignete Kontemplation zu erlangen.
Axel Wingerath

 

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16.08.12
Abgemacht war, dass wir uns in Straubing treffen. Nachdem alle Teams aus verschiedenen Richtungen eingetroffen waren, starteten wir nach Ostrava/Tschechei zum Tanken für den Weiterflug nach Rzeszow in Polen. Dort waren schon weitere Teams gelandet und wir ließen uns in das Hotel Ostoya bringen.
Teams:
1 Hackl Klaus / Junk Michael R44, Germany
2 Iberler Tony / Iberler Werner Cabri G2, Germany
3 Arbenz Monika / Wüthrich Hans / Gesang Hubert EC 120, Switzerland

17.08.12
Für den heutigen Tag hatten wir uns Kiew/Ukraine als Ziel vorgenommen, wir machten lediglich einen kurzen Halt in L'viv (Lemberg).
Für den Flug nach Kiew waren wir folgendeTeams:
1 Hackl Klaus / Junk Michael R44, Germany
2 Iberler Tony / Iberler Werner Cabri G2, Germany
3 Arbenz Monika / Wüthrich Hans / Gesang Hubert EC 120, Switzerland
4 Oostlander Dries / van den Heijden Jan AS350, Netherlands
5 Monks David / Nicoll Brenda R22, UK
6 Smith Quentin / Bull Chris R22, UK
7 Gough-Cooper Caroline / Brown Alan R44, UK
8 Atherton Steve / Feetham Nigel, Gazelle, UK
9 Schwarz Siegfried BO 105. Austria

18.08.12
Heute teilten wir die Teams auf, die R22 gönnten sich  noch eine weitere Landung zum Tanken, die anderen Maschinen flogen direkt nach Kharkiv.
1 Hackl Klaus / Junk Michael R44, Germany
2 Iberler Tony / Iberler Werner Cabri G2, Germany
3 Arbenz Monika / Wüthrich Hans / Gesang Hubert EC 120, Switzerland
4 Oostlander Dries / van den Heijden Jan AS350, Netherlands
5 Monks David / Nicoll Brenda R22, UK
6 Smith Quentin / Bull Chris R22, UK
7 Gough-Cooper Caroline / Brown Alan R44, UK
8 Atherton Steve / Feetham Nigel, Gazelle, UK
9 Schwarz Siegfried / ? Stefan und Techniker BO 105, Austria  
10 Lehmann Hans / ? Werner und ? Werner EC 120, Switzerland

19.08.12
Heute erreichten wir unser Zielland. Zollabfertigung war in Belgorod. Ein Teil des Flugplatzes wurde zur "Zollzone" für uns erklärt und war mit Trassenbändern für unsere 12 Helis abgesperrt. Die Zöllner gingen einfach von Maschine zu Maschine. Mit an Bord bei einer AS 350 war ab jetzt der russische Scout Mikel, der uns über Orjel zu unserem Zielflugplatz in Drakino begleitete.
1 Hackl Klaus / Junk Michael R44, Germany
2 Iberler Tony / Iberler Werner Cabri G2, Germany
3 Arbenz Monika / Wüthrich Hans / Gesang Hubert EC 120, Swiss
4 Oostlander Dries / van den Heijden Jan AS350, Dutch
5 Monks David / Nicoll Brenda R22, UK
6 Smith Quentin / Bull Chris R22, UK
7 Gough-Cooper Caroline / Brown Alan R44, UK
8 Atherton Steve / Feetham Nigel, Gazelle, UK
9 Schwarz Siegfried / ? Stefan und Techniker BO 105, Austria  
10 Lehmann Hans / ? Werner und ? Werner EC 120, Switzerland
11 Jackson John / Finch Craig AS 350, UK mil
12 Lazenby Mark / Fraser James AS 350, UK mil

Im Nachhinein erfuhren wir von Irina Grushina, der russischen Organisatorin, dass sie 168 Seiten Formulare ausfüllen musste, um unseren Anflug mit eigenen Hubschraubern bei den Flugbehörden zu ermöglichen. Wir bewundern ihr Durchhaltevermögen.

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