12. Hubschrauberweltmeisterschaft 2005 in Frankreich !
 
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Das Team Marcel Stegmüller / Jens Scholpp ist Junior-Weltmeister!

 

Deutsche Mannschaft auf dem 3. Rang

Die 12. Hubschrauberweltmeisterschaft fand vom 16. bis 21. August 2005 statt. Es nahmen 42 Besatzungen aus Frankreich, Schweiz, Österreich, Großbritannien, Russland, Weißrussland und Deutschland teil. Diese Länder sowie USA, Neuseeland und China entsandten Schiedsrichter und Beobachter. Wolfgang Perplies war Chief Judge, Konrad Geissler Mitglied der Jury. Peter Sandor leitete die deutsche Delegation, zu der 2 Damen- und 7 Herrenbesatzungen gehörten. Die Aufstellung der Teams wurde nach dem ersten Training in Nördlingen festgelegt, im zweiten Trainingslager in Ballenstedt wurde speziell für die WM trainiert.

Der Präsident und der Generalsekretär der FAI, Repräsentanten nationaler Aeroclubs, Minister der russischen Regierung und der Ministerpräsident der Republik Tartastan waren Gäste der Veranstaltung. Es wurde im Fernsehen live vom Wettbewerb berichtet.  

Sechs Teams starteten in der Damenwertung. Siegerinnen wurden Gough-Cooper/Asker (UK, R 22, 1133,64 P) vor Schpigovskaja/Goubar (RU, Mi 2, 957,59 P) und Chuoina/Prokifjewa  (RU, Mi 2, 802,93 P). Gough-Cooper/Asker schnitten in der britischen Länderwertung als Beste ab. Die deutschen Debütantinnen Nendza/Hoven auf H 300 und Schleidt/Calder auf R 22, die die Weltmeisterschaftsatmosphäre ganz besonders als Vorbereitung zur WM 2008 schnuppern sollten, belegten Platz 4 und 5.

In der Juniorenwertung starten Piloten mit unter 250 Flugstunden. Das deutsche Team Stegmüller/Scholpp siegte auf einem R 22 mit 1067,43 Punkten - Juniorweltmeister 2005. Herzlichen Glückwunsch!

Der Freestyle-Wettbewerb verlief spektakulär. Den Sieg trug der Russe Georkov auf einer Mi 2 davon, gefolgt von dem Franzosen Bouchez auf einer Al 2. Der Deutsche Hubert Gesang erreichte mit seinem EC 120 den dritten Platz. Günter Zimmer, der mit seinem H 500 als Einziger Rollen und Loopings zeigte, erreichte Platz 5.

In der Wertung des Gesamtwettbewerbs, der sich aus den Disziplinen Navigation, Präzision, Fender und Slalom zusammensetzt, belegten russische Teams Platz 1 und 2 (Zyablikov/Gladchenko und Korotaev/Burov, Mi 2), die Franzosen Platz 3 (Duverne/Arnould, R 22). Mit nur 10 Sekunden Abstand folgen die Deutschen Hoven/Schauff auf ihrem EC 120. Das ist ihre bisher beste Platzierung bei internationalen Wettbewerben.      

In der Nationenwertung haben die Deutschen den dritten Platz erreicht, hinter Russland und Frankreich. Wir sind wieder auf dem Treppchen!

An den Wettbewerb schloss sich der Centenary Flight anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten „100 Jahre FAI“ an. Die Besatzungen Stoschek/Gesang und Zimmer/Oehler flogen von Rouen über Auxerre nach Lausanne. Mit an Bord waren u. a. der FAI-Generalsekretär Max Bishop, der Präsident der Hubschrauberkommission der FAI (CIG), David Hamilton, sowie Roger Goult, Beauftragter der CIG für den Jubiläumsflug. Der Bürgermeister der Stadt Lausanne gab am Abend einen Empfang im Chateau au Lac.

Der Deutsche Hubschrauberclub prüft zurzeit die Möglichkeiten, die Weltmeisterschaft 2008 in Deutschland auszurichten.

DHC

Konrad Geißler

Abschlußbericht zur WM als PDF-Download