Helicopter World Cup Spitzerberg/Österreich 2017

Vom 8. - 10. September fand in Spitzerberg/Österreich der Helicopter World Cup Event Nr. 6 statt.

Der Flugplatz ist ein traditionsreiches Segelfluggelände, das seit einiger Zeit zu RedBull gehört. Man hat die Auflage bekommen, die angeschlossene Flugschule weiter zu führen. Er liegt in der Nähe alter römischer Siedlungen auf einem windigen Hügel.

Der Wind hat Freitag und Samstag den Wettbewerb erheblich behindert. Im Einverständnis aller 15 Teilnehmer wurde der Parallel-Fender vorgezogen und bei 18+ Knoten Wind durchgeführt. Die Reihenfolge der Container wurde entgegen der ausgelosten Reihenfolge auf A-B-C festgelegt, damit nur gegen den Wind geflogen werden musste. Es funktionierte, brachte aber an der Tonne C mit 8 Metern Seil die Teams an Grenzen. Handbuchgrenzwerte waren nicht betroffen.

Sonntagmorgen wurde der Slalom bei wenig Wind und sonnigen Wetter regelgerecht geflogen.  

Teilgenommen haben erneut die drei russischen Teams mit den Piloten Maxim Sotnikov, Andrey Orekhov und Yury Yablikov, die wieder weit vorne lagen. Alle anderen russischen Teams nehmen insgesamt je nur an drei Veranstaltungen teil. Dieses Mal waren es die beiden Zhuperins und flogen in die Spitze. Thomas Morgenstern wurde mit Stefan Seer als beste der fünf österreichischen Teams im Slalom vierter. Neben Eduard Malina auf einer Cabri nahm eine zweite Tschechische Crew mit R44 teil und ein Norwegisches Damenteam. Das Ehepaar Paar aus Österreich flogen mit einem Jet Ranger.

Da viele Teams mit dem HWC nicht so vertraut waren, wurden je die Plätze 9 bis 14 mit einem weiteren Lauf entschieden. 9. Platz gegen 10., 11. gegen 12. und 13. gegen 14. 

Samstagnachmittag wurde eine Siegerehrung für den Fender durchgeführt und abends gab es ein Hallenfest mit Livemusik (Volksmusik mit Akkordeons), Tanzen und Grillen. Ganztägig gab es neben einer Kaffeebar,  Wasser und RedBull für alle Teilnehmer. Beliebt war auch eine Prosecobar, die gegen geringe Kosten viel genutzt wurde. Erneut war es schwierig, die Parcours mit genügend qualifizierten Schiedsrichtern zu besetzten.
 Teilnehmer_Piloten

Die Siegerehrung für den Slalom fand Sonntagnachmittag, ebenfalls unter Publikumsbeteiligung, statt. Die RedBull Trojan zeigte neben „Blacky“ eine Flugschau, der ÖAMTC flog eine typische Bergrettung mit langem Seil, die Polizei und eine Black Hawk  waren static zu sehen. Zum Abschluss lief die Veranstaltung gemütliche mit Essen in den lauen Sonntagabend hinein aus, bei der Wolf-Dieter Tesars 74. Geburtstag gefeiert wurde. Zu seinem Abschied vom Hubschraubersport (ob wirklich, werden wir sehen) wurde er mit einer hohen Auszeichnung des österreichischen Aeroclubs geehrt.
 

Andreas Rübner und Holger Wolff reisten am Sonntagmorgen früh ab, da das Wetter in Richtung Leipzig marginal vorhergesagt war. Holger musste Montag auf Bereitschaft. So nahmen sie am Slalom nicht teil. Im Fender erlangten sie den 9. Platz.

Das Orgateam übernachtet in der Flugplatzpension. Die anderen in Hotels der Umgebung. Der Transporte und ein großer Teil der Organisation wurde durch die von den Helidays bekannte Familie Ebner durchgeführt. 

Irina Grushina hat uns zu den russischen offenen Meisterschaften 2018 nach Konakovo eingeladen. Wegen der Fußballweltmeisterschaft wird der Luftraum um Moskau für jeden unkontrollierten Verkehr  gesperrt. Sie wählten daher einen Termin vor der Sperrung, den 17. – 20. Mai 2018: PFINGSTEN. In der Woche vorher könnten wir ein organisiertes Training erhalten, so Irina. 

Die WM in Minsk findet vom 24. – 29. Juli 2018 statt.
 

Der Abschluss des HWC 2017 wird am 21.-23. September 2017 in Olsztyn–Dajtki (EPOD), Polen stattfinden. Es gab mit Jastarnia Probleme.
Axel