Geschichte des Hubschraubers

Eine gute Frage. Böse Zungen behaupten, als Hubschrauberpilot müsse man die ganze Zeit gegen einen Absturz arbeiten - und überhaupt sei Hubschrauber fliegen wider das eigentliche Fliegen. Nun, das stimmt so nicht.
 
Agusta
Hubschrauber fliegen ist anders - und schwieriger. Denn der Hubschrauberpilot muss seine Maschine gleichzeitig in der Luft halten und sie um die Hoch- und Längsachse steuern. Das ist, als würde man eine Metallkugel auf einer anderen balancieren. Aber keine Angst - auch das kriegt man irgendwan hin.
 
Quasi der Erfinder des Hubschraubers ist Leonardo da Vinci. Er hatte vor gut 400 Jahren die Idee einer "Luftschraube" (s. links). Dummerweise war das Ding einfach zu schwer und hob deshalb nicht ab.
 
DaVinci
Im Laufe des 18. Jahrhunderts entwickelte sich der Hubschrauber dann Stück für Stück weiter. Verschiedene Varianten wurden getestet - meist mit Dampfantrieb. Am 24. August 1907 hob dann der Gyroplane von Bréguet zum ersten Mal richtig ab. Stolze 60 cm hoverte das "fliegende Fahrrad" aus Frankreich - allerdings nur 20 Sekunden. Damit war auch kein Blumentopf zu holen.
 
Am 2. November 1937 In Anwesenheit von Oberst Charles Lindbergh, der hinterher von einem seiner bezauberndsten Erlebnisse in der Fliegerei spricht, führt Flugkapitän Hanna Reitsch einen in Bremen konstruierten Hubschrauber erstmals der Öffentlichkeit vor. Sie erreicht dabei eine Höhe von 2439 Metern und kommt bei einer Geschwindigkeit von 122,6 Stundenkilometern auf eine Streckenleistung von 108 Kilometer. Verzückte Beobachter notieren: "Das Flugzeug senkt sich und steigt auf wie ein Aufzug und dreht sich um die eigene Achse."